http://pagewizz.com/Network-World-Allianz/?pr=453&tr=inv

Blick vom Kirchturm ins Havelland
Die urzeitliche Geschichte des Havellandes begann vor ca. 12000 mit seiner ersten Besiedlung.
Rathenow wurde erstmal 1216 als "Ratenowe" urkundlich erwähnt.
1288 bekam die Stadt ihre eigene Gerichtsbarkeit. 1446 hatte sie das alleinige Recht des Salzverkaufes.
Diese war eine erhebliche Einnahmequelle.
Natürlich blieb unser Städtchen auch von Katastrophen nicht verschont.
Die Jahre 1598 und 1631 forderten ihren Tribut. Es wütete die Pest und verschlang unzählige Leben. Durch die Wirren der 30. jährigen Krieges starben viele Menschen. Es blieben 1648 nur noch 40 Einwohner am Leben von 2500.
Nachdem, bei der Schlacht bei Fehrbellin, die Schweden durch den Kurfürst Friedrich Wilhelm erfolgreich geschlagen und Rathenow befreit wurde, begann der Wiederaufbau der Stadt.
Eine Stadterweiterung wurde nötig und 1733 Rathenow zur Garnisonsstadt ernannt. Viele Häuser bekamen in diesem Zuge Ziegeldächer. Johann Heinrich Duncker durfte 1801 eine optische Industrieanstalt aufbauen. Duncker starb 1843, als Gründer der optischen Industrie in Rathenow.
Rathenow wurde 1815 Kreisstadt und ist es bis heut geblieben. Zu dieser Zeit hatte sich die Einwohnerzahl auf ca. 4000 erhöht.
Gegen 1904 war das Elektrizitätswerk fertig gestellt und die Rathenower Bürger bekamen Strom. Auch wurde zu diesem Zeitpunkt das Amtsgericht erbaut, und vor allem existiert dank Bürgerinitiave immer noch. Obwohl die Schließung geplant war.
1925 hatte sich die Einwohnerzahl auf 25.000 erhöht und sie stieg auf 27.700.
Der zweite Weltkrieg war verheerend. Als woanders schon die Friedensfahne geschwenkt wurde, lieferte man sich hier noch Gefechte unerkannten Außmaßens. Die Rathenower verteidigten ihre Stadt von 25. April bis 6. Mai 1945. Die Innenstadt lag mit 90% in Schutt und Asche. 70% der gesamten Stadt waren zerstört und Rathenow wurde bis 1990 sowjetische Besatzungszone.
Seit 1948 existierten die Rathenower Optischen Werke, die ca. 1500 Angestellte hatte.
Viele Arbeitsplätze gingen durch Privatisierungen und Liquidationen verloren. Mehr als 5000 Arbeiter hatten auf einem Schlag keinen Arbeitsplatz mehr.
Langsam erholt sich Rathenow auch von diesem geschichtlichen Ereignis.
Unsere Kirche bekam endlich wieder einen neue Turmspitze, die mit Hilfe von Armee aufgesetzt wurde.
2006 richtete Rathenow die LAGA aus und hatte sichtlich Erfolg damit. Zum ersten Mal in der LAGA-Geschichte wurden andere Gemeinden mit einbezogen und somit unsere schönen Dörfer bekannt gemacht.
Die Einwohnerzahl ist auf ca. 26.985 gestiegen

Die Rathenower Altstadt
Da durch die Kriegswirren leider nicht mehr viel übrig geblieben ist von der Rathenower Altstadt zählt man heute nur noch die Baderstraße, Steinstraße Jederiter Straße., Gr. Burgstraße und die Goße Baustraße dazu.
Aus alten Urkunden, Stadtpänen und Bildern liest man viel über die wechselhafte Geschichte unser Stadt. Die Besiedlung des Havellandes beginnt schon 12 000 Jahren v.u.Z. Die ersten Siedler waren Jäger, Sammler und Fischer.
Die Slawen siedelten sich ca 600 u.Z an und kamen aus dem Süden und Osten.
Der eigentliche Ursprung von Rathenow ist an der heutigen Eisenbahnbrücke (jetzt Steckelsdorfer Gemarkung), dort war der aus dem Jahr 1157 stammende Burgwall.
Unsere Kirche wurde 1216 erstmals erwähnt. Die heutige Sankt-Marien-Andreas-Kirche steht auf dem Vorgängerbau von 1220.
Durch Otto den IV: Markgraf von Brandenburg erhält unsere Stadt – Stadtrecht 1295. Die Gerichtsbarkeit erhielt sie schon 1288.
Man geht davon aus, dass die ganze Bürgerschaft an der Erbauung der Stadtgrenze beteiligt war.
Früher begnügte man sich mit Wällen, Gräben und hölzernen Palisadenzäunen. Die Zäune wurden 1351 als Planken der Stadt erwähnt. Durch massive Mauern wurden diese im 14. und 15. Jahrhundert ersetzt. Die Bürger sicherten nun mehr und mehr durch eine Festungsmauer ihre Altstadt. Die Zollmauer erweiterte man so gegen 1740 und sie stand auf Feldsteinen. Jeder Bürger aus den umliegenden Dörfer wurde verpflichtet, die Findlinge von ihren Äckern beizubringen. Den obere Teil bildeten rote Ziegelsteine aus Havelton. Heut ist nur noch das ehemalige Ziegelmeisterhaus am Schleusengraben vorhanden. Natürlich waren viele Ziegeleien außerhalb der Stadtmauern, da es mit den offenen Feldöfen einfach zu gefährlich war.
Den früheren Festungsgraben kann man heut noch in groben Ausschnitten hinter der Stadtmauer verfolgen.
Das Rathaus wurde gegen 1564 erbaut. Es stand ursprünglich am heutigen Platz der Jugend/Steinstraße Es wurde durch den Luftangriff 1945 völlig zerstört.
Durch die stetige Zunahme der Rathenower Bürger benötigte man bald einen Zollmauer, welche um die Neustadt gezogen wurde. Die heutige Jederitzer Brücke wurde als Hubbrücke 1908-1910 im Jugendstil errichtet. Hier ist auch das Brückenwärterhaus noch sehr gut erhalten.
Nach dem Krieg und der wüsten Zerstörung musste Rathenow wieder neu aufgebaut werden. Diese Wohnungsbebauung ist erkennbar am Platz der Jugend. Die Leitung übernahm der Bauhausarchitekt Otto Haesler.
Eines der ältesten Gebiet schlängelt sich entlang der Burgstraße. Die Stadtmauer wurde teilweises wieder restauriert. Um 1512 hatte Rathenow 2 Mahlmühlen, eine Walk-, eine Lohn- und eine Schneidermühle und einige Zielgeleien, welche ausschlaggebend für die Wirtschaft waren.
Die Ziegel waren sehr berühmt und wurde etwas bis Mitte des 1. Weltkrieges produziert.
Die ältesten Häuser befinden sich auf dem Kirchberg und wurde 1995-1996 rekonstruiert. Wichtig für die Rathenower Wirtschaft war Johann August Duncker (1767-1843). Duncker war der Begründer der optischen Industrie in Rathenow. Er erhielt das königliche Privileg 1801 die erste optische Industrieanstalt in Rathenow zu errichten. Sein Geburtshaus steht auf dem Kirchberg.